Am anderen Ende der Welt - ein Jahr in Down Under!

26Juni
2012

Tauchen im Schiffswrack

Hier noch nachträglich die Bilder von unserem Ausflug in ein Schiffswrack auf Bali:

Auf geht's :) Hallllooooo! Und Nemo war auch dabei!

23Juni
2012

Zwischen Adelaide und Melbourne

Aus dem Outback hinein in die Großstadt. Nachdem ich den Ayers Rock, Alice Springs und die Opalstadt Coober Pedy hinter mit gelassen hatte, lag Adelaide als nächstes auf meiner Strecke. Allerdings verbrachte ich nur einen Tag in dem Menschengetümmel. Stephan hatte heil seinen Tauchgang mit weißen Haien überlebt und tingelte schon die letzten paar Tage durch Adelaide. Somit konnte er mir in kürzester Zeit die Hauptattraktionen zeigen und am Abend wurden wir von meiner Freundin Elyse im Stadtzentrum abgeholt. Elyse war ein Jahr lang Austauschschülerin in Deutschland und ist in die gleiche Klasse gegangen wie ich. Mittlerweile hat sie ihr Medizin-Studium in Adelaide begonnen und mich zu sich nach Hause eingeladen.

Im eine Stunde entfernten Murray Bridge angekommen stand das Abendessen schon auf dem Tisch. Wir wurden direkt sehr herzlichen aufgenommen und haben uns pudelwohl gefühlt. Es gab die leckersten Dinge, die ich seitdem ich Deutschland verlassen hatte, gesehen habe. Einfach einzigartig! Die darauffolgenden Tage verbrachten wir mit Weinverkostungen, Wanderungen, einem Besuch im deutschen Ort „Hahndorf“ und dem besten Essen in den letzten 9 Monaten.

Da wir leider nicht mehr allzuviel Zeit im schönen Australien zur Verfügung haben, mussten wir schon ein paar Tage später weiterziehen. Zunächst gab es nur Ärger. Da Murray Bridge keine reguläre Bushaltestelle ist, wurden wir am eigentlichen Abreisetage schlicht und einfach nicht abgeholt. Nach langem Hin und Her bekamen wir einen Ersatzbus für den nächsten Abend – was bedeutete: einen Tag länger mit Elyse Familie verbringen. Im Nachhinein waren wir ziemlich froh, dass der Busfahrer uns vergessen hatte. In der kurzen Zeit ist uns die Familie so sehr ans Herz gewachsen, dass das Abschied nehmen nicht gerade leicht war und somit konnten wir noch einen weiteren Tag tolle Dinge um Murray Bridge herum unternehmen.

Weinverkostung um Murray BridgeLecker Gourmet-Essen!Besuch im deutschen Ort HahndorfLieblingskeks und Lisa ist glücklich :)Deutsche Kneipeerster Versuch Abschied zu nehmen!Wandertour! Kleiner Kletteraffe Reece :)

Gegen 21.30 Uhr am darauffolgenden Tag lag dann endgültig die ca. 12 Stunden Fahrt bis nach Melbourne vor uns. Nachdem wir ungefähr die halbe Strecke hinter uns hatten, ging auf einmal der Feueralarm los und es kam Rauch aus der Toilette. Bis der Busfahrer endlich realisiert hatte, dass es brennt, war ich schon voll in Panik – Ich hab aber auch immer ein Glück mit den scheiß Bussen! Glücklicherweise verlief alles gut und am Ende stellte sich heraus, dass der Handtrockner abgebrannt ist und wir mussten wieder zurück in den ziemlich verräucherten Bus. Gegen 6 Uhr morgens kamen wir alle gesund und mehr oder weniger munter im belebten Melbourne an.

Ausicht aus dem Eureka-Tower Sicht aus 88 Stockwerken über dem Erdboden und mehr als 300m Höhe Das hat noch nicht jeder erlebt ;-)  Eureka-Tower von unten!    Melbourne bei Nacht!

Viel Zeit zum Stadterkunden blieb uns allerdings nicht. 10 Uhr mussten wir unseren Campervan abholen mit dem wir uns auf den Weg zur Great Ocean Road begaben. Obwohl es im Süden Australiens doch schon etwas kühler war, stellten sich die 12 Aposteln als atemberaubend schön heraus. Leider hatten wir nur 3 Tage Zeit und schafften es aus diesem Grund nicht mehr in den Grampians Nationalpark. Dafür genossen wir anschließend das Großstadtleben in Melbourne umso mehr. Wir machten einen Ausflug auf den Eureka-Tower (was für mich eines der schönsten Dinge in Melbourne war), besuchten die Queen-Victoria-Märkte und NICHT ZU VERGESSEN: wir haben mich im Casino angemeldet :) Nun bin ich ein offizielles Mitglied und trage meine „Gold“-Card immer bei mir ;-)

Beginn der Great Ocean Road Harte Arbeit! Koalas ÜBERALLL!!!!! Danke an Dayle, der Rotwein war lecker! Ausblick auf die 12 Aposteln   

Wie so ziemlich alles nahm auch Melbourne schnell ein Ende. Am 17.06.2012 hieß es ab ins Flugzeug nach Tasmanien. Jipppiee: Minusgrade, Schnee und frieren pur…

06Juni
2012

Im roten Zentrum Australiens

Nach 23 Stunden Zugfahrt mit dem berühmten Ghan, sind Marsha und ich dann doch irgendwann heil in Alice Springs angekommen. Nachdem jeder sein Hostel ausfindig gemacht hatte, haben wir uns später wiedergetroffen um gemeinsam die Stadt zu erkunden. Neben einer netten Innenstadt gab es allerdings nicht ganz so viel zu tun. Alice Springs hat nur um die 25.000 Einwohner und ist damit nicht gerade die größte und aufregenste Stadt. Somit haben wir uns hauptsächlich auf unsere Tour zum Ayers Rock gefreut und ein paar Vorbereitungen getroffen.

Tschüss Darwin Der berühmte Ghan (verkehrt nur zwischen Darwin und Adelaide) Stopover in KatherineSonnenuntergang im Zug Ausblick auf Alice Springs vom Anzac Hill  

Am Samstag, den 02. Juni, ging es dann endlich los. 5.50 Uhr morgens wurde ich in meinem Hostel abgeholt und es war schweinekalt - um die -5°C! Ich hoffe, ihr habt es wärmer!

Am ersten Tag sind wir hauptsächlcih nur gefahren. Nach 5 Stunden sind wir am Kings Canyon angekommen und dann hieß es erst mal 3 Stunden wandern bzw. klettern. Das erste Stück war wirklich der Hammer, aber danach ging es dann eigentlich.

Tourguide Cooper, auch als Vin Diesel bekannt :D                

Bevor wir an unserem Buschcampingplatz ankamen, mussten wir noch Feuerholz sammeln, damit wir die Nacht im Schlafsack unter freiem Himmel bei dieser Kälte überleben. Aber erstaunlicherweise ist es möglich. Wir sind alle lebend aufgewacht, nachdem wir einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer hatten und sogar ein Kamel in freier WIldnis gesehen haben.

Sonnenuntergang

5.30 wurden wir von unserem Tourguide Coope geweckt und machten zunächst ungefähr eine Stunde lang Feuer um uns ein bisschen aufzuwärmen. Danach ging es zur Felsformation Kata Tjuta und es hieß natürlich wieder wandern wandern wandern. Ich denke es ist besser, wenn ihr euch einfach die Bilder anschaut, da es wirklich schwer zu beschreiben ist wie atemberaubend das alles aussah.

 

Abends sind wir noch zum Uluru gefahren. Mit Sonnenuntergang sah es schon echt genial aus. Ein riesen Berg mitten im Nichts. Anschließend machten wir wieder ein Lagerfeuer und dazu gab es lecker Essen direkt über dem Feuer gekocht.

Zur Information: Es ist respektlos den Uluru zu besteigen, weil es für die Aboriginies ein heiliger Ort ist. Überall sind Schilder, dass man es nicht machen soll und dennoch gibt es viel zu viele die es tun. Mittlerweile sind schon 35 Menschen auf dem Ayers Rock gestorben (Herzinfarkt, Kreislaufzusammenbruch, Stolpern, etc.), wobei nicht diejenigen eingerechnet sind, die heruntergefallen sind und somit auf der Erde gestorben sind. Insgesamt sollen es wohl um die 80 sein.

Unsere deutsch-holländische Gruppe     

Nachdem wir am letzten Tag um den Ayers Rock herum gelaufen sind machten wir uns auch schon wieder auf den Heimweg. Nun gab es nur noch einen Stop um auf einem Kamel zu reiten. Das war der Wahnsinn. Ich hatte so viel Angst, dass ich herunterfalle, aber zum Glück haben wir alles gut überstanden.

     Wandmalerei der Aboriginies Noch heute haben die Einheimischen ihre Zeremonien in den Höhlen des Ulurus Die Geschichte zum Riesendingo, der seine Tatze an dieser Stelle hinterlassen hat. Sieht schon ganz schön echt aus! Ein ziemliches gutes Bilder - und wie ist es entstanden? -> -> so :)        Leute beim Besteigen des Ulurus Und einmal rennen!Ich glaube man sieht wie viel Angst ich hatte, oder?!

Später haben wir uns mit der gesamten Gruppe und unserem überaus genial Tourguide, der sich zuerst als Vin Diesel vorstellte, in der Rock Bar in Alice Springs zum Abendessen getroffen und schon war wieder alles vorbei.

Am nächsten morgen ging es mit dem Greyhound Richtung Coober Pedy, wo ich mich gerade mit einer anderen Deutschen (Sarah) befinde.

Auf dem Weg nach Coober Pedy Auf Wiedersehen Northern Territory

Coober Pedy ist die größte/berühmteste Opal-Stadt der Welt und natürlich konnten wir 2 Mädels nicht wiederstehen und haben uns erst mal einen Ring mit einem Opal gekauft :)

Im Museum in Coober Pedy

Die Nacht haben wir in einem Hostel unter der Erde verbracht. 80% der Stadt befindet sich nämlich unterirdisch - was ziemlich genial aussieht.

Heute Abend fahren wir weiter mit dem Greyhound nach Adelaide, wo wir morgen früh 6.25 angekommen und dann berichte ich euch von der Great Ocean Road.

Ich hoffe, dass ich auf dem Weg dahin nicht erfriere. Genießt die Sonne in Deutschland :)

Bis demnächst!

31Mai
2012

Roadtrip Westcoast - In 22 Tagen von Perth nach Darwin

Nun war es endlich soweit. Sonntag, der 06.05. 2012, und unser letzter Tag in der heimischen Rainbow Lodge. Noch einmal mit unseren Freunden kochen und dann hieß es endgültig Abschied nehmen.

Unsere Internet/Chill out-Ecke gemütliches Beisammensitzen Tischtennis

Montag haben wir in aller Frühe unseren Van abgeholt, was sich als ziemlich kompliziert erwies. Nachdem wir den falschen Bus genommen hatten wurden wir mehrfach in die unterschiedlichsten Richtungen geschickt, aber nirgends war der Campervanverleih zu finden. Nach langem Suchen sind wir kurz vor 15 Uhr (was der Ladenschlusszeit entspricht) angekommen und konnten in unserem neuen Zuhause die Stadt verlassen. Nach ca. 2-3 Stunden Fahrt kamen wir auch schon an den Pinnacles an. Da es leider zu diesem Zeitpunkt schon dunkel war, beschlossen wir auf einem nahegelegenen Parkplatz Rast zu machen und am nächsten Tag alles in Ruhe zu erkunden.

kurz vor den Pinnacles

Auch wenn die Pinnacles „nur“ Wüste mit herausragenden „Steinen“ sind, sah es doch sehr beeindruckend aus und so machten wir ein Foto nach dem Anderen. Da es schon ziemlich kalt um Perth herum war, konnten wir die tollen Strände zu Beginn unseres Trips leider nicht so gut wahrnehmen.

Tatatataaa: Die Pinnacles :) Stromatoliten und noch mehr! Jurien Bay

Unser nächstes größeres Ziel war Geraldton. Dort schauten wir uns das HMS  Sydney Memorial an. Zunächst waren wir etwas verwirrt, was ein Memorial an Sydney an der Westküste zu suchen hat. Aber nach ein paar Sekunden Lesen stellte sich heraus, dass es sich um ein gesunkenes Schiff handelte und dieses Memorial zum Gedenken an die gestorbenen Schiffsleute errichtet war. Außer der Kathedrale gab es dann allerdings nicht mehr viel zu sehen und somit zogen wir noch am gleichen Tag zum pinken See in der Nähe von Port Gregory weiter. Das war wirklich der Wahnsinn. Hätte ich keine Bilder gemacht, würdet ihr mir doch bestimmt nicht glauben, dass ein stinknormaler See so pink sein kann, oder? Das sah wirklich klasse aus und der See war sooo riesig und alles pink. Unbeschreiblich. Ihr merkt schon, der hat es mir ganz schön angetan ;-)

Kathedrale in Geraldton Memorial Der pinkne See :) Soooo toll! Und so werden die Pflanzen vom Salz zerstört

Am Abend sind wir dann noch bis kurz vor Monkey Mia gefahren, wo wir am nächsten Morgen in aller Frühe aufstanden um Delfine zu füttern. Und es hat sich gelohnt! Die Tiere waren so zutraulich und haben uns genau beobachtet. Es hat wirklich Spaß gemacht sie in freier Wildnis so nah bei sich zu haben.

Auf dem Weg nach Monkey Mia Delfine füttern :)

Anschließend sind wir der Küste entlang wieder zurück auf den Highway gefahren und haben an verschiedenen kleineren Orten angehalten. Sehr beeindruckt waren wir vom „Shell Beach“, welcher 1km lang ist und ausschließlich aus kleinen weißen Muscheln besteht, welche teilweise bis zu 8m tief sind. Früher wurden aus diesen Muscheln sogar ganze Häuser gebaut, wovon man heute noch Überreste sehen kann.

Auf dem Weg zurück zum Highway Eagle Bluffs: gigantische Aussicht! Shell Beach Überreste der Häuser aus Muscheln

Danach fuhren wir weiter zu „Hamilton Pool“, wo wir zunächst als allererstes Risotto auf unserem kleinen süßen Gasherd kochten. Oder besser gesagt, Stephan hat gekocht und ich habe das Auto ein bisschen aufgeräumt. Klare Rollenverteilung :D

Leckeeer! Risooootttttttooooooo!

Danach sind wir gestärkt zu den Stromatoliten gelaufen, was mir besser gefallen hat als ich zunächst dachte.

Stromatoliten

 Am Abend sind wir noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang in Carnavon am „One mile Jetty“ angekommen und so sind wir für einen Spaziergang dem Steg entlang gelaufen und haben der glutroten Sonne beim Untergehen zu gesehen.

Sonnenuntergang am One Mile Jetty Ein Grund warum ich Australien so liebe!

Nachdem wir an diesem Abend noch kurz bis vor Coral Bay gefahren sind konnten wir den nächsten Tag mit Schnorcheln und am Strand herum liegen verbringen, was wirklich sehr entspannend war. Wir haben uns einen leckeren australischen Burger mit Rote Beete (was mich am Anfang sehr verwundert hat, aber hier auf jedem Burger drauf ist und sogar ziemlich lecker schmeckt) gegönnt.

Abends wurde es doch manchmal ziemlich kalt

Am Abend sind wir mal wieder zahlreichen Schafen und Kühen mitten auf dem Highway begegnet und glücklicherweise dann doch irgendwann heil in Exmouth angekommen.

Der Beweis! :D

Exmouth war unser erstes großes Ziel an der Westküste, dort wo so ziemlich alle Touren von Perth aus hin gehen. Als wir bei Tageslicht das Stadtzentrum erkunden wollten, waren wir doch etwas geschockt wie klein und unattraktiv Exmouth ist, dafür dass es überall so angeprangert wird. Nachdem wir direkt als erstes unseren Schnorchelausflug mit einem Walhai gebucht hatten, waren wir dann doch guter Dinge und machten uns auf Erkundungstour. Neben einem netten Leuchtturm fanden wir etwas abgelegen ein Schiffswrack mitten am Strand. Allerdings hat sich klein Lisa nicht getraut die ganze Sache etwas näher zu erkunden, da die Strömung so stark und Haie nicht ausgeschlossen waren.

Überall ist der Kleine dabei :) Stephan beim Bratwurst mit Kartoffelbrei kochen - das war lecker!

Am nächsten Tag startete in aller Frühe unsere Tour. Mit ein paar netten Leuten fuhren wir aufs Meer hinaus um mit einem Walhai zu schnorcheln. An Bord gab es das leckerste Essen und neben dem Walhai, haben wir riesige Schildkröten, einige Rochen, kleinere Haie, eine Seekuh und ganz viele bunte Fische und Korallen gesehen. Aber dann war es endlich so weit. Das Flugzeug hatte einen Walhai gespottet und wir sind direkt hinterher mit unserem Boot. Der Wahnsinn!!! Walhaie sind die größten Fische und können bis zu 15m lang sein. Unsere waren zwar nur zwischen 3 und 5m, aber trotzdem sehr genial. Stellt euch mal vor so ein riesen Ding schwimmt auf euch zu, mitten im Ozean. Ihr habt keinen Käfig und keine Ausrüstung außer eure Schnorchelsachen. Das war unbeschreiblich. Leider sind die Bilder noch auf CD und ich habe keine Möglichkeit sie auf meinen Laptop zu bekommen, aber spätestens in Deutschland werde ich sie euch zeigen. Empfehlenswert!

Am darauf folgenden Tag sind wir in den „Cape Range Nationalpark“ gefahren, um uns hauptsächlich „Yardie Creek“ anzusehen. Eine tolle Schlucht mit gigantischen Wanderwegen und…

Schildkröten. Ganz wichtig :) Auf dem Rückweg waren wir noch in „Tourquise Bay“ schwimmen und dann ging es weiter in Richtung Outback.

Yardie Creek und, wie versprochen: Schildkröten :) Einer der vielen Termitenhügel, die man überall sieht.

Über Tom Price, hauptsächlich eine Minenstadt, fuhren wir in den „Karijini Nationalpark“. Dort haben wir eine Wanderung im „Dales Gorge“ gemacht, über Flüsse, entlang von Schluchten und am Ende hieß es baden im kühlen „Circular Pool“. Dies war definitiv einer meiner Lieblingsnationalparks in Australien. Wunderschöne Natur, tolle Wasserfälle (Fortesque Falls) und nicht leicht zu überwindente Wanderwege.

Im Karijini Nationalpark Fortesque Falls Hallo :) Da waren wir schwimmen! Man kann sich kaum vorstellen, dass sich hier so tolle Wege befinden

Die nächsten 2 Tage hieß es vorrangig fahren, abgesehen von ein paar Bier ansässig Männertags in Deutschland :) Das musste sein und neben dem ganzen Gefahre, hatten wir uns das definitiv verdient.

Der Gute muss auch mal aufgetankt werden :)

Endlich hatten wir es zu unserem zweiten großen Ziel geschafft: Broome. Dort trafen wir 2 Freunde wieder, mit denen wir uns gemeinsam die örtlichen Märkte ansahen und den restlichen Tag gemütlich auf einem Campingplatz verbrachten. Einen Tag später fuhren wir zum Strand und entdeckten ein paar Dinosaurier Fußspuren, welche angeblich echt sind. Wer weiß…

Dinosaurier Fußspuren morgentliches Zähneputzen! Letztes Foto mit Bali-Zöpfchen :)

Und somit ging auch schon unsere Tour weiter Richtung Darwin – letztes großes Ziel. Nachdem es uns unser Van nicht ermöglichte Wolfs Creek anzusehen, zogen wir weiter bis zu „Lake Argyl“. Ein riesiger See, mit Staudamm und der Möglichkeit sich abzukühlen. Wir haben uns extra vorher in der Touristeninformation erkundigt, wo genau schwimmen erlaubt ist und sind dann großer Vorfreude dorthin gefahren. Allerdings wurde uns dieser Spaß nach ca. 5 Minuten im erfrischend kühlen Wasser auch schon genommen. Stephan nahm zunächst meine Aussage, dass direkt hinter ihm ein Krokodil sei, nicht so richtig ernst. Ich bin natürlich aus dem Wasser so schnell wie möglich heraus geschwommen und ein paar Meter vom Ufer weggegangen. Auf meinem Weg habe ich nach gefühlten 2 Minuten dann Stephan sagen hören „Ach da ist ja wirklich ein Krokodil“. Männer! Davon abgesehen, dass es ca. 3 Meter von uns entfernt war und direkt mit seiner Schnauze auf uns zu geschwommen ist, haben wir alles gut überstanden und ich hatte nun auch endlich mein erstes Krokodil in freier Wildbahn gesehen.

Hier waren wir friedlich baden, bis... ...wir von ihm hier gestört wurden! Blick auf Lake Argyl

Noch am gleichen Abend haben wir die Grenze von Western Australia zum Nothern Territory überschritten und erreichten einen Tag später Katherine.

Auf Wiedersehen Western Australia!

Dort gingen wir in den Hot Springs baden und zogen weiter zum Lichtfield Nationalpark, wo wir die restlichen 3 Tage unseres Roadtrips verbrachten. Neben tollen Wasserfällen nahmen wir ein paar Wanderwege war und zelteten auf den Campingplätzen direkt vor Ort. Auf dem Weg Richtung Darwin hielten wir noch an den ganz groß ausgeschriebenen Termitenhügeln, die ich persönlich ziemlich unbeeindruckend fand, da man die überall in Australien an nahezu jedem Straßenrand findet.

Auf dem Weg nach Katherine Hot Springs So ein toller Koch. Süße Kartoffeln mit Hühnchen, Pilzen und einer sehr leckeren Soße! Unsere Nachbarin auf dem Campingplatz (Man beachte das Baby in ihrem Körbchen - der Schwanz hängt heraus) So zutraulich! Baden an den Wangi Falls Unser zweiter kleiner Freund im Litchfield Nationalpark Termitenhügel

Und somit ging die schöne Zeit in unserem kleinen niedlichen Backpacker Van dem Ende zu. Am nächsten Tag mussten wir den Guten in Darwin abgeben und zogen für 2 Nächte zurück ins Hostel. Was für eine Umstellung: Duschen, Betten, Küche, Pool. Das war ziemlich ungewohnt. Nun sitze ich gerade im Ghan auf dem Weg nach Alice Springs und freue mich auf meine 3-Tages-Tour um den Uluru, von der ich euch als nächstes berichten werde. Jetzt hoffe ich, dass die Lichter im Zug bald ausgemacht werden, damit ich auf unserer 23 Stunden Fahrt wenigstens ein bisschen schlafen kann.

Gute Nacht! :)

05Mai
2012

Ein bisschen Paradies - 10 Tage Bali/Gili

Und somit ging endgültig unsere Zeit in Perth dem Ende zu. Nach knapp 4 Monaten allerhöchste Zeit weiterzureisen.

Aussicht auf die Skyline Letzter Tag im Kings Park

Auf Bali angekommen wurde ich direkt von dem chaotischen Straßenverkehr, der ausschließlich durch Hupen geregelt wird, überrannt. Alles ist soooo günstig hier, weshalb wir direkt eine Tätigkeit nach der nächsten buchten.

Am ersten Tag ging es mit Delfinen schwimmen und eine Tour quer durch Bali machen, was wirklich wunderschön war. Von heißen Quellen, über Tempel bis hin zu Wasserfällen bekamen wir so ziemlich alles zu sehen was Bali zu bieten hat.

Einmal Schwimmen mit Delfinen - der Wahnsinn! Erkundungstour auf Bali Baden in buddhistischer Tempel Buffet in Bali und das ist das Endergebnis :) Reisterrasse Lecker - Wasserfall! Traumhaft! hinduistischer Tempel Reispflücker bei der Arbeit! Dieses Tier produziert durch Ausscheidung von Kaffeebohnen den berühmten Luak-Kaffee auf Bali verschiedene Kaffeebohnen Reisfelder

Nachdem wir die Kultur näher kennengelernt hatten und einen Tag später in einem Schiffswrack tauchen waren (Bilder folgen demnächst) wollten wir unbedingt Gili Island näher erkunden. Jeder erzählt immer wie wunderschön diese Insel ist und so war es auch. Wir haben uns wie im Paradies gefühlt. Jeder ist total entspannt, man kann günstig die leckersten Gerichte essen (Hummer, Garnelen, Thunfisch) und das direkt am Strand bei Meeresrauschen und Musik im Hintergurnd. Einfach traumhaft!

Unser Zimmer auf Gili ...und das Ganze noch mal von Außen ...wie gemalt... In so einer Location haben wir jeden Tag Abendessen gehabt - ein Traum! ...und ab und zu mal Shisha geraucht ;-) ...und natürlich Cocktails getrunken überall gab es Krebse Das Transportmittel auf Gili Hummer - Fantastisch!!!

Leider gingen die 10 Tage mal wieder viel zu schnell vorbei und heute Nacht müssen wir schon nach Perth zurück fliegen. Das Gute: Am Montag holen wir direkt unseren Campervan ab und starten das Abenteuer Westküste! Jippppppie :)

Unser Hotel auf Bali soooo schön! Man mag es kaum glauben: In dieser Straße fahren Autos neben Motorrädern und Menschen hinduistische Tradition. Überall findet man diese aus Blättern bestehenden Schälchen mit Opfergaben.

24April
2012

Abschied aus Perth + Roadtrip nach Albany

Endlich ist die Zeit gekommen und es heißt "Auf Wiedersehen Perth"!

In unseren letzten freien Tage waren wir noch mal in Fremantle, haben uns das Gefängnis angesehen und einen Abstecher in die Brauerei "The Monk" gemacht.

Fremantle Prison Sogar mit Basketballfeld Beertasting at the Monk hmmm...lecker!!!

Einen Tag später sind wir in den Caversham Wildlifepark gefahren. Dort habe ich meinen ersten Koala gesehen und eine sehr schöne Zeit mit den Kängurus verbracht.

Schafescheren im Caversham Wildlifepark und hier das Endergebnis Mein neuer Freund :)

Mein erster Koala in Australien!!! Sehen die zwei sich nicht ähnlich? :) Also ich finde schon! Zuckersüß Da hat aber jemand hunger :)

Und was wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen konnten: Rottnest Island. Eine der schönsten Inseln die ich hier in Australien gesehen habe. Wundervolle Strände, keine Autos und alles per Rad zu erkunden. Nicht zu vergessen: Beim Schnorcheln habe ich meinen ersten Rochen gesehen :)

Blick auf Perth von Rottnest Island aus! Ganz sportlich mit dem Fahrrad unterwegs :) Traumhaft schön!

Eine Delfingruppe

Dann ging es endlich los in Richtung Süden. Von Perth aus sind wir zum Wave Rock gefahren. Ein riesiger Felsen, der aussieht wie eine Welle mitten im Nirgendwo. Mit unserem gemieteten Campervan sind wir dann weiter nach Albany und von dort aus der Küste entlang zurück nach Perth gefahren.

Auf dem Weg zum Wave Rock Darf ich vorstellen: Unser Zuhause für 5 Tage :) Wave Rock Unser Campervan von außen Frühstück zwischen Wave Rock und Albany Kurz vor AlbanyAusblick auf Albany The Gap Das war schon ein bisschen gruselig, ohne jegliche Sicherung an so einen Abhang zu stehen und die tobenden Wellen unter sich zu sehen! Sonnenuntergang in AlbanyDas nenne ich Freiheit! :) Natural Bridge Strände in der Nähe von Denmark: Greens Pool Atemberaubend! Wie im Paradies! Nie zuvor hab ich so tolles Wasser gesehen! 8 Uhr morgens sind wir in dieses eiskalte Wasser gegangen :) Einfach der Wahnsinn! Wasserfall der direkt ins Meer führt Eine einsame Bucht in der wir ganz in Ruhe frühstücken konnten Auf dem Weg in die Bäume Frühstück in Margaret River Weingut und natürlich Weinverkostung :)  Höhle in der Nähe von Margaret River Auf dem Weg in die Tiefe :) Und das kam hinter dem etwas gruseligen Eingang - Wunderschön!!! Ein weiteres Weingut Der ist übrigens echt :)

Somit haben wir in und um Perth alles gesehen, was wir sehen wollten und es wird höchste Zeit weiterzureisen.

In diesem Sinne: Tschüss Perth, Hallo Bali :)

20März
2012

Arbeitsleben in Perth

Richtig – wir sind immer noch in Perth! Es ist die Zeit gekommen, das nötige Kleingeld für´s Reisen zu verdienen. Aber selbstverständlich zählen wir schon seit langem die Tage bis es endlich wieder weiter geht. Ende April steht eine Woche Bali auf dem Plan und somit auch der erneute Beginn des Reisens. Vom 07.Mai an haben wir uns nämlich einen Campervan gebucht, um dann die Westküste bis nach Darwin entlang zu reisen – das wird ein Spaß :)

Happy Birthday :) Bell Tower Am Hafen Ausblick auf die Stadt Igitt - Quallen! Oettinger Bier aus der Leinastr. in Kleingotha, sowas gibt es hier zu kaufen :) Unser Hostel - die Rainbow Lodge Paella essen :) Alles gebucht, darauf mussten wir direkt anstoßen :)

Aber nun erst mal zu den vergangenen 2 Monaten hier in Perth:

Die gute Nachricht: Stephan und ich haben beide einen gut bezahlten Vollzeitjob gefunden, die schlechte: Das bedeutet weniger Freizeit und schuften. Aber was soll´s, da müssen wir jetzt durch. Trotzdessen nutzen wir unsere Freizeit so gut es geht. Heute Abend wollen wir zum Beispiel ins Kino und vor 2 Wochen haben wir an einer köstlichen Weinverkostungstour teilgenommen. An diesem Tag sind wir zu 5 verschiedenen Weingütern gefahren und haben von rotem, über weißen bis zum Port Wein alle Geschmacksrichtungen durchprobiert. Zwischendurch gab es eine Käseplatte und Mittag mit Blick auf die Weinreben. Anschließend sind wir noch in eine Brauerei gefahren, in der unter anderem deutsches „Kölsch“ zur Auswahl stand. War das mal wieder ein Genuss im Gegensatz zu dem nicht gerade geschmacksintensiven australischen Bier. Ganz zum Schluss gab es dann das Highlight des Tages (zumindest für mich): Die Schokoladenfabrik. Durch 2 Fenster konnten wir dort beobachten wie die Osterhasen zusammengebaut und bemalt werden. Nach einer leider viel zu kurzen Pralinenverkostung nahm unsere Tour ein Ende und es ging Richtung Hostel zurück.

Auf dem ersten Weingut Lecker Käseplatte Der beste Reiseführer :) Beim gemeinsamen Mittagessen Bierverkostung! In der Schokoladenfabrik

Die Woche davor haben wir einen Tagesausflug nach Fremantle gemacht. Der Tag begann mit Frühstück im berühmten „Bakehouse“. Danach sind wir vom „Maritime Museum“, in dem man Restbestände von alten Schiffen und nachgebaute Modelle vorfindet, zum „Roundhouse“, einem ehemaligen Gefangenenturm für Aborigines, gelaufen. Anschließend gingen wir noch zu einer Ausstellung im WA Museum und zu einer Schokoladenfabrik (wie ihr sicherlich schon mitbekommen habt ist das ein MUSS für mich!!!). Abendessen gab es dann in einer köstlichen Brauerei in Fremantle. Neben Bier in allen möglichen Varianten gab es für mich zum ersten Mal Paella – was für ein Genuss!

Mein Frühstück im Bakehouse Stephans Frühstück Vor dem Maritime Museum Der Arme! Strand in Fremantle Aussicht vom Roundhouse Hilfe... ...rettet uns! Ehemaliger Gefangenenturm Das WA Museum Meine neuen Reisepartner :) Vor der Schokoladenfabrik Wooow! So viel Auswahl :) In der Brauerei - keine leichte Entscheidung das richtige Bier auszusuchen! Da ist jemand glücklich Paella

Ein paar Tage zuvor habe ich mit einer Freundin einen Ausflug nach Penguin Island gemacht. Wir mussten zunächst den Zug nehmen, um in den Süden nach Rockingham zu kommen und von dort aus führte uns die Fähre innerhalb von 5 Minuten auf diese wunderschöne, unberührte Insel, mit tollen Stränden, Seerobben und dem ersten Delfin in meinem Leben. Dieser Ausflug hat sich definitiv gelohnt!

Mit Teresa auf dem Weg nach Penguin Island Seerobben sind soooo faul! Sind die nicht niedlich?! Mein erster Delfin!

Neben den ganzen Tagesauflügen gab es auch noch kleinere Aktivitäten, wie zum Beispiel Strandbesuche und mein erstes Fußballspiel im riesigen Stadion (Perth Glory – Goldcoast). Zu dem Fußballspiel sind wir von einem Mitarbeiter in unserem Hostel eingeladen wurden. Er hatte 2 Freikarten, weshalb wir natürlich nicht nein sagen konnten. Somit zogen wir alle gegen 17 Uhr in die Stammbar und sorgten mit ein paar Bier für gute Stimmung. Von dort aus hat uns dann der Partybus abgeholt und wir wurden mit „hauseigener“ Bar zum Stadion gefahren. Zu den ganzen tollen Eindrücken kommt noch hinzu, dass Perth an diesem Abend 5:0 gewonnen hat.

Mein erstes Crème Brûlée :) In der Stadt: Zum Australia Day am Strand Mit Ullrike als Fahrerin :) Vorglühen zum Fußballspiel Im Partybus Und endlich im Stadion angekommen San Churro - unser Lieblingsschokoladencafe Chai Latte - soooo lecker! So lässt es sich leben! Zum Valentinstag :)

Letzte Woche war ich 5 Tage von der Arbeit aus in Kalgoorlie, eine Minenstadt ca. 7 Stunden im Landesinneren. Dort hatte ich mit 2 weiteren Mädels ein eigenes Apartment mit Badewanne, Doppelbett, eigener Küche und Pool. Das war ein Luxusleben und abgesehen von der langen Fahrt hatten wir einen recht angenehmen Aufenthalt dort.

Super Pit in Kalgoorlie

Nun sitze ich wieder in unserem „spannenden“ Hostel und warte nahezu darauf morgen endlich wieder Arbeiten zu können :-D Das ist ein Leben, oder?!

Ich hoffe, ihr genießt alle den Frühling in Deutschland und vor allem die ersten warmen Sonnenstrahlen!

Bis bald, eure Lisa

26Januar
2012

Boxenstopp im Northern Territory und dann ab nach WA

Kaum hatte ich die Trennung von meinen Freunden aus Sydney hinter mir erwartete mich schon die nächste Hürde am Flughafen. Ich wusste zwar, dass mein Rucksack nicht gerade einer der Leichtesten war, aber dass er im Endeffekt 26 Kg statt der erlaubten 20 hatte war schon ziemlich überraschend. Mein Herz rutschte mir in die Hose als ich die Ziffern auf der Waage sah, weshalb ich umso mehr erleichtert war, als die nette Frau am Flughafen mich mit den Worten: „Guten Flug Lisa“ ohne weitere Komplikationen verabschiedete. Glück gehabt!

Abschiedsfoto von unserer WWOOFing-Family Ein letztes gemeinsames Foto vor der Oper in Sydney
Gut in Darwin gelandet erschlug mich selbst Mitternacht noch die Hitze. Es war unausstehlich. Die Temperaturen lagen zwar „nur“ zwischen 30 und 35 Grad, aber die Luftfeuchtigkeit war wahnsinnig hoch. Schon beim ersten Schritt aus dem Flughafen heraus war ich komplett durchgeschwitzt. In meinem Hostel angekommen war ich dann allerdings sehr erfreut, als mich ein klimatisiertes Zimmer erwartete. In den nächsten Tagen stand Darwin erkunden auf dem Plan, was sich bei den Klimabedienungen als nicht so einfach herausstellte. Deshalb zog ich mit ein paar Leuten, die ich direkt am ersten Morgen in der Küche kennenlernte, ohne großes Überlegen Richtung Wasser. Den ganzen Tag im Schatten einer Palme liegen und ab und zu in die mit Wellen ausgestattete Lagune springen. So ließ es sich aushalten :)

Auf dem Weg zur Lagune - So sehen die Kirchen hier aus! Tatatata - die Lagune :) Lisa und Lisa :)
Natürlich haben wir uns auch mal auf „weitere“ Touren begeben, um uns beispielsweise den Botanischen Garten oder den nicht all zu schönen Strand anzusehen. Aber das war es dann auch. In Darwin gab es wirklich nicht so viel zu entdecken, wie ich zuvor dachte. Noch dazu war angeblich gerade Regensaison (man bemerkte, dass ich in 8 Tagen nur einmal warmen und sehr angenehmen Regen hatte), weshalb alle Arbeitsvermittlungen geschlossen hatten. Darwin war wie leer gefegt. Ab 18 Uhr wurden die Bordsteine hochgeklappt und man war beinahe allein auf den Straßen unterwegs. In Anbetracht der nicht vielversprechenden Jobsituation und den doch ziemlich unangenehmen Temperaturen entschieden wir uns kurzerhand einen Flug nach Perth zu buchen.

Im Botanischen GartenEbbeMeer um Darwin           Crocosaurus Cove Goodbye Darwin
Nachdem sich die Unterkunftssuche am ersten Tag als etwas kompliziert gestaltete, weil nahezu alle Hostels ausgebucht waren, haben wir am Ende doch noch etwas geeignetes gefunden. Freitag in Perth gelandet, konnten wir Montag direkt anfangen zu arbeiten und am Wochenende hieß es dann die Stadt entdecken. Unseren Job hatten wir in einer Art Garten Center gefunden. Dort mussten wir bei Tätigkeiten wie Unkraut jäten, Pflanzen umtopfen oder Ähnlichem aushelfen. An unserem ersten Wochenende nahmen uns Bekannte mit in den Kings Park. Von dort aus hatten wir eine wunderbare Sicht auf die Skyline von Perth. Wirklich einmalig. Letztes Wochenende zog es uns dann mit dem Zug nach Fremantle. Fremantle ist in etwa 30 Minuten von Perth entfernt und sozusagen ein kleiner, wirklich idyllischer, Vorort. Dort hatte ich für Stephans Geburtstag eine Führung durch die „Little Creatures“ Brauerei organisiert, bei der wir zum Schluss noch an einer Bierverkostung teilnahmen. Anschließend ließen wir es uns bei Muscheln mit Blick auf den Hafen gutgehen. Nachmittag erkundeten wir dort noch die berühmten Märkte, welche nur von Freitag bis Sonntag geöffnet haben. Für den nächsten Tag hatten wir eine Bootstour über den Swan River gebucht. Von Perth aus ging es erneut bis Fremantle und zurück, nur dieses Mal auf dem Wasserweg. Dabei wurden uns Geschichte und Kultur von Perth nähergebracht und alle interessanten Sehenswürdigkeiten in Flussnähe genauer erläutert. Das Beste an diesem Ausflug war allerdings die Weinverkostung auf dem Rückweg ;-)

So Willkommen in Perth Auf dem Weg von Eastperth nach Perth-City Mitten im Zentrum Mit wem telefoniert sie denn da? Liebe Grüße an Mutti ;) Ausflug in den Kings Park mit Walter und Family Wunderschöner Ausblick! Little Creatures Bierbrauerei Einmal hinter die Kulissen schauen Ausblick aus der Bierbrauerei Blick auf den Restaurantbereich Lecker - 6 verschiedene Biersorten probieren, das macht Spaß :) Und zum Schluss wurde sich dann noch ein hauseigenes Bier gegönnt Muscheln zum Mittag Und lecker Pizza Danach ging es zu den Märkten Und einen Tag später mit dem Boot über den Swan River Weinverkostung an Bord
Ich denke, dass es uns noch eine Weile in Perth halten wird, bevor wir die Westküste erkunden. Aber genaueres kann ich euch dann erst im nächsten Blogeintrag mitteilen.


Also, lasst es euch gut gehen und bis bald.


Eure Lisa

04Januar
2012

Auf dem Weg ins neue Jahr

Weihnachten in Gympie, Roadtrip von Brisbane nach Sydney, Ausblick auf das Feuerwerk über der Harbour Bridge und WWOOFen bei einer taiwanesischen Familie – So sahen meine vergangenen zwei Wochen aus.

Nach 8 Tagen in Yandina hieß es für uns Abschied nehmen von Vivienne und Mike. Unsere Reise führte uns von dort aus nach Gympie zu Emily´s Familie. Dort wurden wir herzlich mit köstlichem Essen, einem Weihnachtsbaum im Wohnzimmer und einem wunderschönen Pool im Garten empfangen. Vor uns lagen 5 angenehme Weihnachtstage in familiärer Atmosphäre. Es wurden Plätzchen gebacken, Nachbarn besucht und Familiennachmittage veranstaltet. So konnte man sich zu Weihnachten auch ohne die eigene Familie wohlfühlen und zur Not gab es ja auch noch Skype. Die größte Freude bereitete mir allerdings mein 6 Kg Paket aus Deutschland. Danke Mama und Papa!

Weihnachtsstimmung im Wohnzimmer So viele leckere Sachen - da kann man sich gar nicht entscheiden! Nicole und Lisa beim Plätzchen backen... ...was sehr viel Spaß gemacht hat... ...und allen hat es geschmeckt :) Spaziergang durch Gympie Manche Australier übertreiben es eben ein bissschen mit der Weihnachtsdeko.   Meine Geburtstagskerzen von Mutti auf australischen Muffins - seeeeehr lecker :)

Am 27. mussten wir Gympie leider schon wieder verlassen, da wir eine Mitfahrgelegenheit von Brisbane nach Sydney hatten, was sich als wirklich günstige Reisevariante erwies. So zogen wir mit „H“, unserem koreanischen Fahrer auf in Richtung Surfers Paradise. Ein paar Kilometer außerhalb suchten wir uns einen Zeltplatz, auf welchem wir die Nacht im Zelt verbrachten. Zunächst schauten wir uns aber die Strände und Geschäfte dieses beliebten Touristenortes an. Leider begann die Tour im strömenden Regen, der sich nach und nach glücklicherweise legte. Am Ende verbrachten wir dort einen schönen Nachmittag und genossen später den Sonnenuntergang mit einem Gläschen Sekt am Strand.

Surfers Paradise Nach dem Sturm Sonnenuntergang am Strand Tote Qualle

In den nächsten Tagen zogen wir die Küste entlang und machten Stopps in Byron Bay, Coffs Harbour und Port Marquaire. Die Nächte verbrachten im Auto auf irgendwelchen Rastplätzen am Highway. Der kleine Toyota entwickelte sich somit als Schlafplatz für 3 Leute, die am nächsten Morgen mit Rückenschmerzen und Kopfweh aufwachten. Trotzdem war es eine sehr interessante Erfahrung so günstig wie möglich von A nach B zu kommen.

Byron Bay Der östlichste Punkt Australiens BBQ in Byron Bay Coffs Harbour Port Macquarie

Letzten Freitag trafen wir dann bei unserer taiwanesischen WWOOFing-Familie in der Nähe von Windsor ein. Hier haben wir unser eigenes kleines Häuschen, welches wir mit 3 weiteren deutschen Backpackern und 2 Taiwanesen teilen. Unsere Arbeit besteht mal wieder zu 90% aus Unkraut zupfen in der prallen Sonne. Zurzeit haben wir tagsüber bis zu 40 Grad und kaum eine Wolke am Himmel, das bedeutet Schwitzen pur. Überraschenderweise bekamen wir direkt an unserem ersten Tag frei und konnten somit 7.55 Uhr morgens mit dem Zug nach Sydney fahren um uns zu den anderen 20000 Leuten zu gesellen, die sich einen schönen Platz mit Sicht auf die Oper und die Harbour Bridge ergattern wollten. 14 Stunden warten, anstehen und in der Sonne zerschmelzen, aber es hat sich gelohnt. Das Feuerwerk mit diesem Panoramablick vom Botanischen Garten aus war der Wahnsinn! Leider waren wir alle so sehr fasziniert, dass keiner dazu kam Bilder von diesem Lichterspiel zu machen. Ein Video über 10 Minuten ist die einzige Erinnerung, der Rest bleibt in unseren Gedanken!

3 Stunden Warten vor dem Botanischen Garten Endlich am Eingang angekommen Unser Blick an diesem AbendMein erneuter Anreiz Pilotin zu werden :) Insgesamt 14 Stunden auf das teuerste Feuerwerk weltweit gewartet 21.00 Kinderfeuerwerk Zwischenprogramm - in allen Farben beleuchtete Schiffe 

Die restlichen Tage haben wir fleißig gearbeitet, das vegetarische Essen genossen und viel über die taiwanesische Kultur gelernt. Nun ist aber langsam die Zeit gekommen um weiterzureisen. Freitag 20.55 Uhr geht mein Flieger nach Darwin und von dort aus geht das Abenteuer weiter. Also lasst euch überraschen wo es mich hintreibt.

Ich wünsche euch allen noch ein gesundes neues Jahr 2012!

Bis bald,

Eure Lisa